Luftdichtheitskonzept als Planungsleistung

Mit ihrem ersten Delta-Dach-Forum zu diesem Thema stieß die Dörken GmbH & Co. KG auf reges Interesse vor allem bei Architekten und ausschreibenden Stellen. / Der Schwerpunkt des im Rahmen der Fortbildungsordnung anerkannten, ganztägigen Seminars lag dabei auf Theorie und Praxis bei der Sanierung ausgebauter Dächer.

Delta-Dach-Forum Ihr erstes Delta-Dach-Forum zum Thema "Das Luftdichtheitskonzept als Planungsleistung" veranstaltete die Dörken GmbH & Co. KG, Herdecke am 12. Mai im Kardinal-Schulte-Haus in Bergisch-Gladbach. Der Schwerpunkt des Seminars lag dabei auf Theorie und Praxis bei der Sanierung ausgebauter Dächer. Da das Thema Luftdichtheit angesichts der wachsenden Bedeutung einer energieeffizienten Bauweise immer wichtiger wird und auch die DIN 4108-7, Abschnitt 6, bei Dachumdeckungen mit Wärmedämmung ein Luftdichtheitskonzept samt Festlegung von Materialien und Anschlüssen verlangt, traf die Veranstaltung auf reges Interesse bei Architekten und Vertretern ausschreibender Stellen, aber auch bei Bausachverständigen und Verarbeitern.

Der Sachverständige für Schall- und Wärmeschutz Dipl.-Ing. FH Lutz Dorsch von der Dorsch und Hoffmann GmbH Institut für Energieeffizienz, Erkrath, leitete die Veranstaltung mit einem Referat zum Kernthema ein. Er informierte über relevante Gesetze und Regelwerke und deren Integration in die Gesamtplanung. Anschließend gab der Bonner Rechtsanwalt Michael Schweikert, Spezialist in Sachen ziviles Baurecht sowie Architekten- und Ingenieurrecht, einen Einblick in die rechtlichen Grundlagen der Thematik. Einen Betrachtungsschwerpunkt bildete dabei die Notwendigkeit eines schlüssigen und vollständigen Luftdichtheitskonzeptes - als integrierte oder als Einzelleistung - im Rahmen der juristischen Definition des „geschuldeten Planungserfolges“. Weitere planungsrechtliche Hintergründe und die Positionen von Planern, Bauleitern und Ausführenden kamen ebenso zur Sprache wie mietrechtliche Aspekte vor und nach Sanierungen.

Der immer aktuelle Problembereich "Wärmebrücken im Altbau bei der Dachsanierung" wurde von Dipl.-Ing. FH Christian Bremer, technischer Objektberater bei der Dörken GmbH & Co. KG, eingehend beleuchtet. Nach Hinweisen zur Bewertung von Wärmebrücken und ihrer Berechnung nach DIN 4108 folgten Konzepte und Praxisbeispiele zu Problemlösungen bei fehlenden oder unzureichenden Ein- und Aufbauhöhen. In der sich anschließenden Diskussion ergaben sich auch interessante Interpretationen zu den Fördermöglichkeiten der KFW.

Weiter in den Bereich möglicher Detaillösungen stieg Ulrich Goerke ein. Als Mann aus der Praxis konnte der Gebietsverkaufsleiter des Unternehmens auf einen umfangreichen Beispielfundus von Schadensbildern zurückgreifen, deren Ursachen auf mangelnde Luftdichtheit zurückzuführen waren. In der Folge zeigte der Referent zahlreiche in der Praxis ausgeführte Detailkonstruktionen auf, mit denen die aufgetretenen Probleme sicher und in fachgerechter Ausführung zu lösen waren.

Ergänzt und abgerundet wurde das Seminar durch das Referat von Patrick zur Hörst von der enertec Gebäudeenergieberatung- und messtechnik, Rheinbreitbach, der Einsatzmöglichkeiten und Auswertungskriterien von Blower-Door-Tests und Thermografie aufzeigte, und durch den Vortrag von Dipl.-Ing. FH Matthias C. Becker von der Sachverständigensozietät MCB, Köln/Königswinter. Er erläuterte an Hand anschaulicher Beispiele zum Thema "Schimmelpilzschäden durch mangelnde Luftdichtheit und Wärmebrücken", wie man deren Ursachenanalyse und Bewertung angeht und wie sich daraus Sanierungskonzepte erarbeiten lassen.

Das mit 80 Teilnehmern fast vollständig ausgebuchte ganztägige Seminar, das von der AK NRW und der IK Bau NRW im Rahmen der Fortbildungsordnung anerkannt wurde, fand bei den Teilnehmern und den Referenten eine durchweg positive Resonanz. Die im Anschluss an die einzelnen Referate und auch noch nach Ende der Veranstaltung regen und intensiv geführten Diskussionen, in die auch die anwesenden Vertreter der Handwerksverbände wichtige Aspekte einbrachten, zeigten, dass ein für die Teilnehmer hoch interessanter Themenkreis aufgegriffen worden war.

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